Biographie

Marie-Pierre Roy

Dank ihrer stimmlichen Flexibilität und ihres großen Stimmumfangs beinhaltet das Repertoire der französischen Sopranistin Marie-Pierre Roy Werke von Barock bis zur zeitgenössischen Musikliteratur. Sowohl auf der Opern- als auch auf der Konzertbühne ist die Sopranistin ein immer gern gesehener Gast.

So trat sie als Gast an den Opernbühnen der Theater von Chemnitz und Dortmund, des Teatro Massimo in Palermo, des Staatstheaters und der Kammeroper Stuttgart und des Theaters an der Wien auf. Dort sang sie die Rolle der Nannetta/FALSTAFF, die Eva/PARADISE RELOADED (LILITH) in deutscher Erstaufführung, the crowd, the child, und the stranger/INTO THE LITTLE HILL, die Königin der Nacht/ZAUBERFLÖTE, ein Blumenmädchen in der Uraufführung von PARZEFOOL, die Titelpartie der SCHNEEKÖNIGIN und Fiorilla/IL TURCO IN ITALIA.
Da gemischte Kunstformen Marie-Pierre Roy reizen, nahm sie an Performances wie »Wardian Case« beim Eclat Festival 2014 teil und half Werke auf die Bühne zu bringen, die ursprünglich nicht als Bühnenstücke geschrieben worden waren wie die POLANIJA POKOJNOJ R.V. TRUSSOVOJ von György Kurtág, Orffs CARMINA BURANA oder ELIAS von Mendelssohn.

Als Konzertsängerin trat Marie-Pierre Roy an Konzerthäusern und an Theatern in ganz Europa auf, zu nennen sind die Stuttgarter Liederhalle, das Gewandhaus Leipzig, das Verdi Auditorium in Mailand sowie das Theater San Carlo in Neapel, das Theater della Maestranza in Sevilla und das Theaterhaus Stuttgart. Sie gab außerdem Konzerte in namhaften Kirchen wie der Kathedrale von Neapel, dem Straßburger Münster, der Friedenskirche Potsdam und der Kathedrale von Messina.
Zu Ihrem Konzertrepertoire gehören u.a. die JOHANNESPASSION, das WEIHNACHTSORATORIUM und das MAGNIFICAT von Bach, SUSANNA und der MESSIAH von Haendel, Beethovens 9. SYMPHONIE, Brahms REQUIEM, Bruckners TE DEUM, Dvořáks STABAT MATER, Mendelssohns ELIAS, Mozarts REQUIEM sowie Rossinis PETITE MESSE SOLENNELLE. Nicht zu vergessen das moderne Repertoire: LES MYSTERES DU GRAND MACABRE von György Ligeti, die Uraufführung DIE TRÄNEN DER EOS von Volker Ignaz Schmidt oder TROIS AIR POUR UN OPERA IMAGINAIRE von Claude Vivier.
Die Sopranistin arbeitete u.a. mit den Dirigenten John Axelrod, Sylvain Cambreling, Gabriel Feltz, Gabriele Ferró, Claus Peter Flor, Simone Young und Markus Stenz zusammen sowie mit den Regisseuren Roberto Andó, Stefan Huber, Helen Malkowsky, Jonathan Meese, Jenke Nordalm oder Bernd Schmitt.

Marie-Pierre wurde mehrmals als Preisträgerin in internationalen Gesangswettbewerben ausgezeichnet: 2015 mit dem Lied- und Publikumspreis der »Symphonies d’automne«, 2016 mit dem DEBUT-Förderpreis der Bronnbacher Stiftung, 2017 mit dem Kritikerpreis des Wettbewerbs »Beppe de Tomasi« und 2018 mit dem Publikumspreis des Wettbewerbs »Bazzini«, mit dem dritten Preis des Wettbewerbs »Francesco di Paola« und mit dem zweiten Preis des Wettbewerbs »Jole de Maria«.

Als CDs erschienen WARUM TOBEN DIE HEIDEN (Carus, 2014) mit Kantaten von G.A. Homilius, in denen Marie-Pierre die Solopartien übernimmt, und die Aufnahme der Uraufführung des PARZEFOOL von Bernhard Lange (Kairos, 2019).

In der Saison 2019/2020 wird Marie-Pierre als Fraube-Beeke Hansen in Marius Felix Langes DAS GESPENST VON CANTERVILLE an der Volksoper Wien zu hören sein und  DIE FEUERTAUBE von Enrico Lavarini in der Schweiz uraufführen. Geplant sind  darüber hinaus Aufführungen von Verdis REQUIEM und Liederabende.